Viertelfinal-Einzug wäre ein Knackpunkt

Wien - Nichts wurde es aus der erhoffen Sensation gegen die USA in der ersten Runde der Daviscup-Weltgruppe I.

Schon nach dem Doppel stand fest, dass das ÖTV-Team auch diesmal nicht den ersten Viertelfinal-Einzug seit 1995 schaffen, sondern zum bereits sechsten Mal in Folge in der Relegation antreten wird.

Ist Österreich die typische Fahrstuhl-Nation, die zu gut für die Euro-Afrika-Zone und zu schlecht für die Weltgruppe ist?

"Bestehen in der Weltgruppe nicht"

"Die nackten Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache", gesteht ÖTV-Kapitän Gilbert Schaller. "Wir bestehen in der Weltgruppe einfach nicht."

"Ganz egal, ob es gegen die USA, Kroatien oder Argentinien geht. Es waren zwar oft enge Matches dabei, die Ergebnisse waren aber immer eindeutig."

Ohne Setzung wartet ein "Kaliber"

Jürgen Melzer weist richtigerweise allerdings auch daraufhin, dass aufgrund der fehlenden Setzung "immer ein Kaliber" als Erstrundengegner auf die Österreicher wartet.

Um eine Stagnation zu vermeiden, bleibt den ÖTV-Assen freilich nichts anderes über, als auch einmal den Kampf "David gegen Goliath" als "David" für sich zu entscheiden.

"Viertelfinale wäre ein Knackpunkt"

"Wenn wir einmal das Viertelfinale erreichen würden, wäre das wohl ein Knackpunkt für die Mannschaft", glaubt Schaller, der hinzufügt: "So etwas muss man sich erarbeiten."

Zuversichtlich für die Zukunft stimmt Schaller jedenfalls der Freitag im Dusika-Stadion, als über 5.000 Fans lautstark ihre Mannschaft unterstützten.

Auch heute sind Tennis-Feste noch möglich

"Man hat gesehen, dass es auch heute noch möglich ist, ein echtes Tennis-Fest zu feiern. Ich habe bei dieser tollen Stimmung ein paar Mal eine Gänsehaut bekommen", nimmt Schaller auch Positives von dem Wiener Daviscup-Revival mit.

"Für die Spieler ist diese Erfahrung sicherlich eine Motivation, noch einmal ein solches Daviscup-Duell zu holen", glaubt der Steirer.

Schaller für Relegation zuversichtlich

Für die kommende Relegation im September ist Schaller auf jeden Fall zuversichtlich. "Ich freue mich, mit diesen Spielern zusammen arbeiten zu dürfen. Im Gegensatz zu früheren Zeiten müssen wir uns jetzt nicht mehr vor Auswärtspartien fürchten."

"Zu Muster-Zeiten waren wir dank der Sandstärke zwar eine wahre Heimmacht, auswärts haben wir aber meist verloren. Das ist heute anders: Ob Sand, Hartplatz oder Rasen - unsere Spieler kommen auf allen Belägen gut zurecht!"

Aus dem Wr. Dusika-Stadion berichtet Christian Frühwald
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