Teil 216: "Übermäßige Häkeleien blieben mir erspart"

6:4, 1:6, 6:1 gegen Igor Andrejew - das war heute wieder eine Leistung mit der ich absolut zufrieden sein kann. Denn so blöd es vielleicht klingen mag: Auch den zweiten Satz hätte ich eigentlich gewinnen können.

Bei Andrejews ersten bei den Aufschlaggames habe ich jeweils ein 15:40 gehabt, diese Chancen aber vergeben und dann selbst dumme Breaks kassiert.

Im dritten Satz habe ich dann aber wieder gutes Tennis gezeigt, auf das man aufbauen kann.

Ich freue mich schon wieder auf die nächste Runde. Im Viertelfinale treffe ich nun auf den Franzosen Marc Gicquel, der seinen Landsmann Richard Gasquet in zwei Sätzen eliminierte. Und wer einen Gasquet auf Rasen schlägt, der kann schon spielen.

Die bislang einzige Begegung mit ihm habe ich auf einem langsamen Hallenboden gewonnen. Gicquel bewegt sich gut, serviert gut und verfügt auch über eine gute Vorhand. Am Netz ist er allerdings nicht sehr oft zu finden.

In Hertogenbosch relativiert sich das aber auch ein bisschen, da der Ball trotz des Rasens recht hoch abspringt. Da kann man auch von der Grundlinie ganz gut spielen.

Ich selbst spiele natürlich recht häufig Serve-and-Volley beim ersten Aufschlag. Beim zweiten eher weniger. Wenn einer gut retouniert, dann kann das schon ganz schwierig werden.

Leider hat es am Montag ja mit dem Nationalteam nicht ganz zur Überraschung gereicht. Es wäre allerdings auch eine Sensation gewesen. Zum Glück haben das auch meine deutschen Spielerkollegen so gesehen. Übermäßige Häkeleien blieben mir daher erspart.

Am Mittwoch werde ich mein zweites Doppel-Match in Hertogenbosch bestreiten. Bislang läuft es mit Mario Ancic ja ganz gut. Das liegt wahrscheinlich daran, dass wir uns auch neben dem Platz gut verstehen.

"Keep your fingers crossed"

Euer Jürgen

Dienstag (17. Juni 2008) - Copyright www.laola1.at