Teil 222: "War überrascht, wie gut Clement spielt"

Eines vorneweg: Ich war überrascht, wie gut Arnaud Clement am Samstag gegen mich gespielt hat. Da gewinnt er ein halbes Jahr fast keine Matches und in Wimbledon spielt er plötzlich groß auf.

Clement hat vor allem sehr gut serviert und mich extrem wenig zum spielen kommen lassen. Bei seinem  zweiten Aufschlag habe ich einiges machen können, aber im Endeffekt war es von meiner Seite einfach zu wenig.

Ich hab alles gegeben, aber meine Leistung war halt nur o.k. und das hat nicht gereicht. Geärgert hat mich vor allem der Verlust des dritten Satzes. Da hatte ich einige Breakbälle und bei einem war ich sogar schon in der Rallye drin

Bei meinem Aufschlag hatte ich meist Probleme, wenn ich mit dem Wind servieren musste. Clement spielt eh schon sehr flach und durch den Gegenwind werden die Bälle dann noch flacher, was es extrem schwer macht, sie vernünftig zurückzubringen.

Die Bilanz nach Wimbledon ist trotz der Niederlage positiv. Ich habe Ljubicic geschlagen und gegen Levine einen 1:2-Satz-Rückstand wettmachen können. Allerdings habe ich bei meinem Resümee auch ein weinendes Auge.

Wenn ich mir den Raster anschaue, dann hätte ich bis zum Halbfinale jeden Spieler schlagen können. Hoffentlich kommt so eine Chance bald wieder.

Jetzt steht einmal eine Woche Training in der Südstadt und damit die Umstellung auf Sand auf dem Programm. Freitag und Sonntag spiele ich mit Mannheim in der deutschen Meisterschaft. Danach geht es ab nach Stuttgart zurück auf die ATP-Tour. Und dann steht eh schon Kitzbühel auf dem Terminkalender!

"Keep your fingers crossed"

Euer Jürgen

Sonntag (29. Juni 2008) - Copyright www.laola1.at