Mit einem 6:4, 6:2 über Leonardo Mayer

"Mit einem 6:4, 6:2 über Leonardo Mayer bin ich heute als einziger Spieler ins Viertelfinale von Kitzbühel einzogen. Es war ein sehr gutes Match von mir. Vor allem bei meinem Aufschlag hat mein Gegner keine Chance gehabt."

Kitzbühel - Jürgen Melzer hat am Freitag bei den 63. Austrian Open in Kitzbühel auch die dritte Hürde geschafft und steht im Halbfinale.

Der Niederösterreicher rang in einer heiß umkämpften Dreisatzpartie nach 2:22 Stunden den als Nummer zwei gesetzten Deutschen Rainer Schüttler mit 2:6,7:5,7:5 nieder.

Melzer hat in Kitzbühel Appetit auf mehr bekommen und will am Sonntag im Finale stehen. Im Halbfinale trifft er auf den Italiener Potito Starace.

Nervöser Beginn

Melzer, der in den ersten beiden Partien souverän spielte und für beide Matches zusammen nur 113 Minuten brauchte, begann gegen den Wimbledon-Halbfinalisten Schüttler nervös.

"Ich habe mich fürchterlich bewegt, war immer zu spät dran, gestand der Deutsch Wagramer. Die Folge: Er kassierte zwei Breaks und verlor den ersten Satz klar 2:6.

Als Melzer, die Nummer 66 der Welt, im zweiten Satz das Break zum 4:3 schaffte, kippte die Partie zu seinen Gunsten.

"Dieser Punkt war mehr erkämpft als erspielt", analysierte Melzer. Aber ab diesem Zeitpunkt klappte auch das Service des Niederösterreichers perfekt.

Als Schüttler das Rebreak zum 5:5 gelang, konterte Melzer erneut mit einem Break und servierte zum 7:5 aus.

Schnelles Break für Melzer

Im Entscheidungssatz ging Melzer durch ein Break in Führung, Schüttler antwortete mit dem Rebreak zum 5:5-Ausgleich.

Auch diesmal revanchierte sich der ÖTV-Davis-Cup-Spieler mit einem Break und gewann den dritten Satz gleich mit dem ersten Matchball 7:5.

Der Einzug ins Halbfinale ist für Melzer eine Premiere, vor zwei Jahren war für ihn im Viertelfinale Schluss.

"Es war eine kämpferische Leistung vom Feinsten", jubelte Melzer.

Eine kämpferische Leistung zu der auch Verlierer Schüttler, in der Weltrangliste auf Platz 39, gratulierte: "Es war ein sehr gutes Spiel. Ich habe mir nichts vorzuwerfen. Melzer hat mich einfach niedergekämpft."

"Ich muss Potito aus dem Weg räumen"

Melzer trifft im Halbfinale auf den italienischen Vorjahresfinalisten Potito Starace, der 6:1,6:2 über den Argentinier Eduardo Schwank hinwegfegte.

"Für mich zählt nur eines: Ich muss Potito aus dem Weg räumen", lautete Melzers Kampfansage. "Ich will auch am Sonntag beim Finale noch am Center Court stehen."

Das zweite Semifinale bestreiten am Samstag Victor Hanescu (ROM) und Juan Martin Del Potro (ARG).

Muster war letzter Österreicher im Finale

   Als letzter Österreicher schaffte Thomas Muster 1995 den Einzug ins Finale, er verlor in einem Fänfsatz-Krimi gegen den Spanier Alberto Costa.

Zwei Jahre zuvor feierte Muster mit einem Sieg über den Spanier Javier Sanchez als letzter Österreicher den Turniersieg in Kitzbühel.

Peya verliert gegen Devilder

Weniger gut lief es für Alexander Peya, dessen Zweitrunden Spiel am Donnerstag wegen Regens bei 4:6,2:4 abgebrochen war.

Der Wiener verlor schließlich gegen den Franzosen Nicolas Devilder 4:6,4:6 und ärgerte sich: "Ich habe mir eigentlich schon mehr erwartet."

Melzer und Köllerer auch im Doppel siegreich

Am Abend schaffte Melzer mit seinem schwedischen Partner Robert Lindstedt auch den Halbfinaleinzug im Doppelbewerb.

Im Doppel am Samstag ist auch noch der Oberösterreicher Daniel Köllerer mit Frank Moser vertreten. Die beiden schlugen Philipp Oswald/Jean-Claude Scherrer (AUT/SUI).

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