Teil 235: "Lopez war im 5. Satz schon ziemlich am Limit"

Das war am Montag gegen Feliciano Lopez in der ersten US-Open-Runde ein hartes Stück Arbeit. Nach fünf knappen Sätzen habe ich dann aber doch den Einzug unter die letzten 64 fixieren können.

Von meiner Seite war es ein ordentliches Match. Lopez hat sehr, sehr gut serviert, wie ich es mir erwartet hatte. Ein paar wenige Punkte haben die Entscheidung zu meinen Gunsten gebracht.

Im Endeffekt habe ich ich ein bisschen besser retourniert. Das hat wohl den Ausschlag gegeben. Außerdem hatte ich wahrscheinlich die Fitness auf meiner Seite.

Lopez war im fünften Satz schon ziemlich am Limit. Ich glaube, dass er in einem Bein schon einen leichten Krampf hatte. So etwas gibt dir natürlich noch einmal einen wichtigen Impuls im Finish - wenn man sieht, dass der Gegner an seine körperlichen Grenzen stößt.

In der zweiten Runde stehen die Vorzeichen anders: Gegen Jiri Vanek bin ich sicher der Favorit. Da wird mir gar nix anderes übrigbleiben. Bei den Australian Open habe ich heuer sehr gut gegen ihn gespielt und auch klar gewonnen. Ich gehe zudem mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen in dieses Match.

Vanek spielt typisch tschechisches Tennis. Ich werde versuchen, seine schwächere Vorhand zu attackieren. Wenn ich mein Spiel konsequent durchziehe, dann muss er schon sehr gut spielen, um zu gewinnen.

Auch abseits des Tennisplatzes fühle ich mich in New York wohl. Der Einkaufsstress ist allerdings schon ein bisschen heftig. Da geht es schon ganz schön rund. Heute Nachmittag werde ich trotzdem noch ein bisschen shoppen gehen.

Ich werde mich nach ein paar elektronischen Sachen umschauen. Ich werde beim Apple-Shop ein bisschen stöbern und zudem brauche ich noch eine Speicherkarte für meine neue Digi-Cam.

Ansonsten werde ich mir das Auftaktmatch von Jarkko Nieminen anschauen, der ja auch wie ich unter Joakim Nyström trainiert.

Joki ist ganz zufrieden mit meiner Leistung. Natürlich hat er aber auch so noch einige Sachen an mir auszusetzen. Gegen Lopez habe ich zum Beispiel zuviel über die Rückhand gespielt. Aber das ist ja auch klar: Schließlich bin ich nur die Nummer 48 der Welt, und nicht die Nummer 1!

Euer Jürgen

Dienstag (26. August 2008) - Copyright www.laola1.at