Teil 237: "Habe eine Woche Auszeit gebraucht"

Sorry, dass ich mich erst jetzt wieder bei euch melde! Ich habe nach der knappen Fünf-Satz-Niederlage gegen Andy Murray bei den US Open einfach eine kurze Auszeit gebraucht.

Nur zwei Punkte haben mir in der dritten Runde gegen Murray auf den Sieg gefehlt und jetzt steht der Schotte sogar im Endspiel. Ein Wahnsinn! Gegen Nadal hat er wirklich unglaublich gut und vor allem gescheit gespielt.

Wenn es nach dem Gesetz der Serie geht, dann schaut es für Roger Federer heute im Finale nicht gut aus. Schließlich habe ich schon bei den letzten drei Turnieren in Kitzbühel, Peking und New Haven immer gegen den späteren Turniersieger verloren. Wenn Murray nun auch in Flushing Meadows gewinnt, würde diese Serie prolongiert werden.

Eines ist aber natürlich klar: Von dieser statistischen Spielerei kann ich mir nichts kaufen. Trotzdem ist es ein tolles Gefühl, wenn man sieht, dass man mit der absoluten Weltklasse mehr als nur mithalten kann. Ich habe in New York gesehen, was alles möglich ist!

Demenentsprechend groß ist die Freude auf die nächsten Matches. Diese Woche steht aber noch Training in der Heimat auf dem Programm. Heute werde ich ein bisschen mit Stefan Koubek spielen, für Dienstag habe ich mir ein Sparring mit Julian Knowle ausgemacht.

Am Sonntag fliege ich mit dem Daviscup-Team bereits nach London, wo es dann hoffentlich zur erfolgreichen Revanche gegen Murray kommt.

Danach wird es übrigens recht stressig bei mir: Noch am Sonntag werde ich dann von London nach Bangkok fliegen, um dort wieder auf die ATP-Tour einzusteigen. In der Woche darauf spiele ich in Tokio und danach geht es nach Wien in die Stadthalle.

Warum ich heuer so ein ungewohntes Programm spiele? Ich wollte einfach mal etwas Neues ausprobieren. Und dank meinem derzeitigen Höhenflug sollte ich die Reise-Strapazen auch locker wegstecken können!

Euer Jürgen

Montag (8. September 2008) - Copyright www.laola1.at