Teil 270: "Becker wird viel Selbstvertrauen haben"

Mit dem Wimbledon-Start kann ich mich nicht beschweren. Mit so einem klaren Drei-Satz-Sieg wie gegen Odesnik beginnt man gerne ein Grand-Slam-Turnier.

Dass es so einfach wird, hätte ich mir ja eigentlich nicht erwartet. Ich habe aber von Anfang an dominiert und nie das Gefühl gehabt, dieses Match noch verlieren zu können.

Etwas blöd ist natürlich das Gerede über den angeblichen Wettbetrug von Odesnik. Eigentlich kann mir das Ganze aber auch egal sein. Wenn er wirklich absichtlich verloren hat, dann ist er selber schuld. Viel mehr kann ich dazu eigentlich auch gar nicht sagen.

In der zweiten Runde gegen Benjamin Becker wird es auf alle Fälle schwer. Er hat erst am Sonntag in Hertogenbosch seinen ersten Turniersieg auf der Tour gefeiert und auch in Wimbledon seine tolle Rasen-Form bestätigt.

Becker wird dementsprechend mit viel Selbstvertrauen spielen und mit viel Aggressivität von hinten seine Punkte aufbauen.

Ich bin aber gut genug, um da etwas entgegen zu setzen und brauche mich nicht verstecken. Ich werde versuchen, mein Spiel zu spielen und offensiv nach vorne zu gehen.

Ich kenne Becker ein bisschen, weil ich mit ihm in der Deutschen Bundesliga in der selben Mannschaft spiele. Das Verhältnis ist also freundschaftlich.

Der Donnerstag kann jedenfalls sehr lange dauern. Nach dem Einzel werde ich mit Julian (Anm.: Knowle), mit dem ich mich am Mittwoch noch eingeschlagen haben, auch den Doppel-Auftakt bestreiten.

Ich bin aber gerüstet, schließlich kann ich in Wimbledon auf eine ganz besondere Geheimwaffe setzen: Da ich mit meinen Eltern gemeinsam in einem Appartment wohne, verköstigt mich ausnahmsweise wieder meine Mutter mit ihren kulinarischen Köstlichkeiten.

Da sollte es ja kein Problem sein, zu alter Stärke zu finden! ;)

"Keep your fingers crossed"

Euer Jürgen

(Mittwoch, 24. Juni 2009)

Quelle: LAOLA1.at

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