Teil 271: "Bin gegen Roddick klarer Außenseiter!"

Auch die zweite Runde in Wimbledon lief gestern ganz nach Wunsch. Den zuletzt so starken Benjamin Becker habe ich klar kontrolliert und verdient in drei Sätzen geschlagen.

Es war zwar nicht die "über-Dröber"-Leistung, 3:0 gewinnt man aber nicht ohne Grund. Verbessern kann ich allerdings noch die Aufschlag-Percentage und auch die Chancenverwertung.

In Runde drei gegen Andy Roddick wird eine Steigerung auch unbedingt nötig sein. In diesem Zusammenhang muss ich hier auch eine kleine Richtigstellung machen.

Von meinen gestrigen Aussagen in den Agentur-Spielberichten möchte ich mich nämlich distanzieren. Den Satz: "Wenn ich so spiele (Anm.: wie gegen Becker), muss einer ein unglaubliches Match spielen, um mich zu schlagen" habe ich so nie gesagt.

Das würde vielleicht doch ein bisschen überheblich klingen. Ich weiß selber, dass ich gegen Roddick klarer Außenseiter bin.

Rasen ist sein stärkster Belag und von den acht Aufeinandertreffen habe ich alle verloren - keine Frage: Ich muss selbst ein unglaubliches Match spielen und eine 100-prozentige Top-Leistung abliefern, um Roddick zu schlagen. Das ist mir durchaus bewusst. Chancen habe ich natürlich trotzdem.

Weniger gut lief es gestern am späten Abend im Doppelbewerb. Da war für Julian und mich schon in der ersten Runde gegen Querrey/Kendrick Endstation.

Die Voraussetzung waren allerdings alles andere als super. Julian plagte sich schon seit vier Tagen mit einer Bauchmuskelverletzung herum und konnte in dieser Zeit auch nicht aufschlagen. Gestern war er mit schmerzstillenden Mitteln vollgepumpt.

Dazu kommt, dass unsere Gegner auch keine schlechten waren. Beide servieren sehr gut. Auf Rasen ist das schon die halbe Miete.

Diesen Umstand bekomme ich hoffentlich nicht auch am Samstag gegen Kanonen-Aufschläger Roddick zu spüren. Heute werde ich noch eine Stunde trainieren und versuchen, den Körper zu lockern, damit ich am Samstag topfit ins Match gehen kann!

"Keep your fingers crossed"

Euer Jürgen

(Freitag, 26. Juni 2009)

Quelle: LAOLA1.at

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