Teil 300: "Ein Erfolg und ein Experiment"

Das Turnier in Rotterdam ist zu Ende. Es war eine gute, erfolgreiche und vor allem coole Woche.


Ich habe sehr gut gespielt und habe mich von Anfang an in der Halle sehr wohl gefühlt. Die Bedingungen waren ziemlich ähnlich wie in der Stadthalle, also stand einem guten Turnier nichts im Wege.


Erstrundengegner Viktor Troicki war nicht unbedingt ein Traumlos. Im ATP World Tour Ranking lagen wir unmittelbar hintereinander und ich habe mich auf ein hartes Match eingestellt. Ich bin hoch konzentriert und mit viel Selbstvertrauen in das Match gegangen und habe den ersten Satz 6:3 gewonnen.

Wir haben beide auf sehr hohem Niveau gespielt, umso überraschter war ich, als er nach 1:0 aus meiner Sicht ein „medical time-out“ genommen und nach weiteren zwei verlorenen Games aufgegeben hat. Viktor hat mir dann nach dem Match erzählt, dass er von Anfang an Probleme mit den Bällen hatte und deshalb Schmerzen im Ellbogen bekam.

Das Zweitrundenergebnis gegen Andreas Seppi war 6:2, 6:2. Doch es war um einiges schwieriger und spannender als es das Ergebnis zeigt. Viele Games gingen mehrmals über Einstand und ich musste mir jeden Punkt hart erkämpfen. Seppi hat wenige Fehler gemacht.


Trotz einer 6:2, 4:1 Führung hatte ich das Gefühl, sobald ich ein bisschen locker lasse, ist Seppi da, um das Spiel zu drehen. Deshalb bin ich sehr stolz, dass ich die Partie erfolgreich zu Ende gespielt habe. Man weiß ja, dass das nicht immer meiner Stärke ist.


Im Viertelfinale habe ich mir einiges vorgenommen. Ich hatte viel Selbstvertrauen aus den ersten zwei Runden mitgenommen und genau so habe ich das Match begonnen. Ich habe Nikolay Davydenko bis 3:1 an die Wand gespielt, aber vier Games reichen leider nicht aus, um ein Tennismatch zu gewinnen. Ich musste anerkennen, dass die Nummer 6 der Welt noch zusetzen konnte. Am Ende verlor ich 3:6, 2:6 und musste nach dem Viertelfinale meine Koffer packen.


Das „Experiment Doppel“ lief leider nicht nach Wunsch. Ivan Ljubicic und ich haben einfach nicht gut miteinander harmoniert. Irgendwie hat nichts zusammen gepasst und wir sind mit 1:6, 6:7 gegen Kas/Norman untergegangen.


Wir werden unser Gl+ck noch einmal in Dubai versuchen und es dort hoffentlich besser machen. Da geht‘s nämlich am Donnerstag hin.


Bis dahin trainiere ich zuhause. Ich hoffe, dass ich meine Form behalten oder sie sogar noch ausbauen kann, um in Dubai wieder anzugreifen.


*five freeze*


JM
Quelle: Laola1.at